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Gemeinschaft Sant’Egidio (www.santegidio.org), 29. November2008: Würzburg – Schweigemarsch zum Gedenken an die Deportation der Juden.
Am Donnerstag, den 27. November 2003 veranstaltete die Gemeinschaft Sant’Egidio in Würzburg einen Schweigemarsch zum Gedenken an die Deportation der Juden im Jahr 1941. Der Zug, an dem ca. 1000 Personen teilnahmen, darunter über 300 Jugendliche, führte vom Rathaus durch die Stadt zum Theater, dem Ort, an dem sich damals die Juden zu ihrer Fahrt in den Tod versammelt mussten. Dort sprachen Dr. Josef Schuster, der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde Würzburgs, Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und Dr. Klaus Reder von der Gemeinschaft Sant’Egidio.
Mainpost, 29. November 2008: Mahnende Fackeln vor dem Dom. Schweigemarsch erinnert an die Deportation der ersten Würzburger Juden.
Mainpost, 29. Nov. 2008: Vergangenheit, die nicht vergeht. Würzburger Anwaltsverein verlegte Stolpersteine für jüdische Kollegen.
Nachrichtendienst Bistum Würzburg, 24. Nov. 2008: Lohr St. Michael – Besuch in Shalom Europa
Besuch in der Würzburger Synagoge
Mehr als 2 Stunden konnte Referentin Ursula Jäger von jüdischen Bräuchen und Ritualen berichten. So bekamen die Besucher aus Lohr Einblicke in die verschienden Feier an den Lebenswenden eines jüdischen Gläubigen. Ausführlich stellte die Referentin die Sabattradition als jüdisches Indentitäsmerkmal vor und gab Einblick in den Kalender. Eindruck machten besonders die wertvollen Torarollen und die entsprechende Gebetskleidung des frommen Juden. Eindrucksvoll war der Überblick über die vielen jüdischen Gemeinden, die es vor 1933 in Unterfranken gab. Den Abschluss bildete ein Besuch in der Synagoge und ein Überblick über den Lesegottesdienst und jüdische Speisevorschriften.
Viel Neues gab es zu erfahren über die älteren Brüder und Schwestern und ihrer langen Geschichte in Würzburg und Unterfranken. Viele Erinnerung an das Zusammenleben mit jüdischen Mitbürgern wurden wach.
Mainpost 13. Nov 2008: Nicht alles verfallen lassen.
Förderverein soll die ehemalige Synagoge in Rimpar retten.
Mainpost, 12. November 2008: Eine jüdische Dichterin lebte auf.
Literarische Wiederentdeckung zur Pogromnacht vor 70 Jahren.
Mainpost, 11. Nov. 2008: „Mitschuldig durch Wegschauen“
– Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 – Appelle zu steter Wachsamkeit.
Mainpost, 7. November 2008: Judenverfolgung „Unfassbar und unerklärlich“
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 – am Sonntag vor 70 Jahren – haben SS-Leute Synagogen angezündet, die Häuser und Geschäfte jüdischer Bürger wurden zerstört, Wohnungen verwüstet, jüdische Friedhöfe geschändet. Während und unmittelbar infolge der Ausschreitungen starben mehr als 1300 Menschen. Zum Jahrestag der Pogromnacht sprachen wir mit Josef Schuster, Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern.
Frage: Wenn Sie sich die Bilder des 9. November 1938 vorstellen, was empfinden Sie heute?

Josef Schuster: 70 Jahre danach ist das kaum vorstellbar und mit gesundem Menschenverstand nicht zu fassen. Dass es tatsächlich möglich war, in einer koordinierten Aktion, quer durch Deutschland, an vielen kleinen Orten, gerade auch in Franken, Häuser in Brand zu stecken und die Bevölkerung davon abzuhalten, aktiv dagegen vorzugehen, ist mir unerklärlich.
Stellen Sie doch mal eine Vermutung an…

Schuster: Ich weiß es nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass seit der Machtergreifung Hitlers 1933 ein Klima geschaffen wurde, das derart Schreckliches ermöglichte. Ein Klima der Verleumdungen und auf der anderen Seite ein Klima der Angst.
Der 9. November ist nicht nur Jahrestag der Pogromnacht, er ist auch Jahrestag des Mauerfalls 1989, der Ausrufung der Republik 1918 und der Tag des Hitler-Putsches 1939. Ist der 9. November ein Schicksalstag für die Deutschen?
Schuster: Er ist zumindest ein sehr geschichtsträchtiger Tag. Mit all den Ereignissen, die für Deutschland ganz erheblichen Einfluss hatten, wie eben Mauerfall und Pogromnacht, ist der 9. November zumindest ein sehr ereignisreicher Tag. Schicksalstag? Ja. Vielleicht auch das.
Ist die Pogromnacht in den Erinnerungen der Deutschen, vor allem bei der Jugend, noch präsent?
Schuster: Das müsste eine Umfrage klären. Ich nehme aber positiv zur Kenntnis, dass an diesem 70. Jahrestag in sehr vielen Orten, wo einst Synagogen standen, dieses Tages in besonderer Weise gedacht wird. Es fällt ja überhaupt auf, dass die Thematik Nationalsozialismus in den letzten 20 Jahren einen deutlich größeren Stellenwert bekommen hat als in der Zeit davor. Das liegt daran, dass jetzt eine Generation heranwächst, die unverkrampfter mit der Problematik umgehen kann, weil sie dem Thema gegenüber mit einer gewissen zeitlichen und persönlichen Distanz gegenübersteht.
Immer noch fallen in Deutschland antisemitische Äußerungen – und das nicht nur am Stammtisch. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat jüngst die Managerschelte in der Finanzkrise mit der Judenverfolgung verglichen. Haben die Deutschen nichts gelernt?
Schuster: Genauso problematisch wie es war und ist von den Juden zu sprechen, ist es von den Deutschen zu sprechen. Dass es immer wieder Äußerungen gibt, die mit Vorurteilen behaftet sind, ist bedauerlich. Es gibt die Statistik, dass 25 Prozent der Deutschen keinen Juden als Nachbarn haben wollen, und das zeigt, dass es noch Ressentiments gegen Juden gibt. Andererseits zeigt dies aber auch, dass 75 Prozent keine Probleme damit haben, wenn der Nachbar Jude ist. Verallgemeinern darf man nicht. Dass nicht alle aus der Geschichte gelernt haben, ist auch klar, wenn auch bedauerlich.
Zurück zum 9. November: Es gibt immer wieder Bestrebungen diesen Tag, statt den 3. Oktober, als Nationalfeiertag auszurufen.
Schuster: Davon halte ich gar nichts. Denn der 9. November ist mit dem Pogrom gegen Juden und Synagogen ein sehr dunkler Tag für Deutsche. Mit dem Fall der Mauer hingegen verbindet man Freude. Weil beide Ereignisse sehr unterschiedlich besetzt sind, geht das nicht zusammen. Der 9. November kann daher auch kein Nationalfeiertag sein.
Mainpost, 7. November 2008:Pogromnacht:
Angst überdauert ein ganzes Leben Erinnerungen ans Pogromnacht-Geschehen in Bad Neustadt
Mainpost, 7. November 2008: Pogromnacht:
Orgie der Gewalt - auch in Schwanfeld.
Nummer 40-Zeitschrift für Kultur in Würzburg und München, 11.2008: Der Mensch. Freundschaft, Tod und Sterblichkeit.
Eine Annäherung an die Würzburger Dichterin Marianne Dora Rein. Von Rosa Grimm.
Mainpost, 26. Sept. 2008: Özdemir besucht Shalom Europa
 
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