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Main-Post, 7. Dezember 2004: „Jüdische Lebenswege im Exil“
Das sechste und damit vorerst letzte Poster zur jüdischen Geschichte in Unterfranken hat das Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken vorgestellt.. Das neueste Plakat beleuchtet die Geschichte der Würzburger Juden von 1945 bis 2004. Darunter sind Persönlichkeiten wie der Lyriker Jehuda Amichai, der Komponist Norbert Glanzberg und der Wirtschaftsmagnat Max E. Oppenheimer. Sie wurden von den Nazis vertrieben, brachten es aber in anderen Ländern der Welt zu hohem Ansehen....Die Poster im Format 70 mal 101 Zentimeter werden kostenlos an alle unterfränkischen Schulen verteilt. Andere Interessenten bekommen sie zum Preis von 2,60 Euro pro Stück im Jüdischen Dokumentationszentrum oder im Stadtarchiv  Würzburg.

Würzburger Katholisches Sonntagsblatt, 9. November 2004: „Der unsichtbare Bruder“
Wir sind die berühmtesten Unbekannten der Welt, jeder weiß etwas über die Juden zu sagen, aber keiner kennt einen“, sagte Leibl Rosenberg beim Vortrags- und Gesprächsabend „Der unsichtbare Bruder“ im St. Burkardus-Haus. Rosenberg referierte auf Einladung der Domschule und in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Würzburg über die Situation der Juden in Deutschland und Bayern. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Würzburg, Dr. Josef Schuster, steuerte die unterfränkische und Würzburger Perspektive bei. Beide Referenten betonten, daß sie sich als Bayern, Franken und zugleich Juden verstehen, als fränkische und bayerische Juden.“Ich bin Bayer“, sagte Rosenberg, der in Nürnberg lebt, und der Würzburger Dr. Schuster wunderte sich: „Wenn ich sage, ich fahre nach Israel auf Urlaub, dann sagen manche Leute: „Ach, Sie fahren nach Hause!“. – aber ich bin Deutscher und nicht Israeli, und denke mir dann: „Hoppla?“. Es wäre ihm auch weitaus lieber, sagte Rosenberg, die Menschen würden ihin nichet als Mitbürger, sondern als Bürger ansehen... Sehr erfreut zeigte sich Schuster über den Neubau des jüdischen Zentrums im unteren Frauenland. Die zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen habe man bisher dankenswerterweise nicht gebraucht. Das Zentrum solle der Öffentlichkeit vermitteln, was jüdisches Leben bedeute. Die jüngsten Wahlerfolge von NPD und DVÜ jedoch ließen ihn nicht kalt...Im Verhältnis zum Christentum wünsche er sich, das Verbindende, nicht das Trennende zu betonen...Wir haben beide die zehn Gebote, glauben beide an denselben Gott, und keiner von uns weiß, ob gerade er Recht hat!“.

JTA – Global News Service of the Jewish People, 17. Oktober 2004: New genealogy center will help German Jews trace their roots

The search for Jewish roots in Germany may be easier now, thanks to a new research center that opened this week in Würzburg.

The Ephraim Gustav Hoenlein Genealogy Project is designed to help Jews of Germanic descent trace their origins. It is a joint project of the Ronald S. Lauder Foundation and the Jewish Community of Würzburg.

“This will hopefully be a source for other people to look back to their roots,” Malcolm Hoenlein, executive vice chairman of the Conference of Presidents of Major Jewish Organizations, told JTA. The new center is named for Hoenlein’s father, who fled Nazi Germany with his family and immigrated to the United States.

The genealogy center is one of two new Lauder Foundation projects announced Oct. 14. The second, the Lauder Chorev Centre, will be completed in 2004.

The center will provide room and board for Jewish teenagers attending Lauder Jewish educational programs, summer camps and leadership training seminars in Würzburg.

The Lauder Foundation has been active in Würzburg for three years, said Rabbi Binjamin Krauss, director of the foundation’s Frankfurt center.

Up to now, Lauder programs in Germany have focused on building a new generation of Jews with knowledge about Judaism. With the new genealogy center, the focus will be on building connections with the past.

“I hope it will be similar to what he have in Poland, with Jews from America and Israel coming here to find out more about their roots,” Krauss told JTA. “This can range from simple inquiries to requests for help in fixing up certain places or in creating a family tree.”

Krauss said the center will accept donations from people who wish to use its services.

Archivist Michael Schneeberger will oversee the work of the new center, Krauss said.

“Today, Jewish family research is world research,” said Schneeberger, 53, a convert to Judaism. Even starting with only a family name and a place of origin, he has been able to trace far-flung relatives and reconstruct family trees.

Schneeberger’s interest in genealogy started with his own attempts — as yet unsuccessful — to track down a paternal Jewish ancestor.

“I want to help more people find out about their background,” he said.

Malcolm Hoenlein knows the route well. Over the years, he has reconnected with his family history in Frankfurt, Wurzburg and Ermreuth.

During his recent visit for the dedication of the new center, Hoenlein saw the graves of his great-grandparents, spoke to neighbors who had known them and visited their house.

Like many refugees from Nazi Germany, Ephraim Hoenlein lost his parents and his home, but didn’t discuss his experiences with his children.

Now, his son said, “It is important for the younger generation to be able to find out about and explore their history.”

Hoenlein noted the Torah portion in which God tells Abraham where his ancestors came from, but does not say where Abraham is headed.

“For many people, knowing where they come from helps them to know where they are going,” Hoenlein said. 

Main-Post, 21. Juni 2004: „...ihre Seele sei im Garten Eden – Juliusspital übergbit Jüdischer Gemeinde Grabsteinfragmente“
Wie sie auf den Dachboden des Juliusspital-Fürstenbaus gekommen sind, weiß keiner. Das ungelöste Rätsel trübte die Stimmung  jedoch nicht, als Rainer Freiherr von Andrian-Werburg, Oberpflegamtsdirektor der Stiftung Juliussptital, am vergangenen Freitag drei Grabsteinfragmente, die bei Aufräumungsarbeiten im Juliusspital gefunden wurden, in „die Obhut der Jüdischen Gemeinde Würzburg zurückgeben“ konnte...  Andrian-Werburg zog nach dem überraschenden Fund Prof. Müller zu Rate, der beim Anblick der Fragmente einen „kleinen Freudenschrei“ ausstieß. Schrift und Formulierung auf den Steinen deuten darauf hin, so Müller, daß die drei Fragmente von dem jüdischen Friedhof stammen, der sich auf dem Areal des Juliusspitals befunden hat. Müller datiert die Fundstücke auf 1250-1280...

ANEFEI EPHRAIM, Spring 2004: A New Year, A New Project, A New Building ...
The Hoenlein Genealogy Project’s mission is to help Jews of German descent find their ancestors in order to build more complete family trees, and to reconnect Jews seperated by war or other factors. The Hoenlein Genealogy Project’s archivist, Michael Schneeberger believes that „through our project, different parts of families who were separated by tragical factors are once again brought together. Am Israel-Am Echad! The Nation of Israel, she is one nation“.The Hoenleein Genealogy Project, like the Ronald S. Lauder Genealogy Project based at the Jewish Historical Institute in Warsaw, honors and commemorates Germany’s  Jewish history. These programs draw on the awareness of the past to help to-day’s youth create a Jewish future within the context of contemporay society.

Main-Post, 2. März 2004: „Junge Leute zunehmend am Judentum interessiert”
Die Zahl von 500 Mitgliedern peilt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken an. Nach 29 Beitritten im vergangenen Jahr zählt die Gesellschaft derzeit 416 Mitglieder, wie Geschäftsführerin Rosa Grimm bei der Mitglieder-Vollversammlung im Saal der jüdischen Gemeinschaft in der Valentin-Becker-Straße berichtete. Erstmals durchgeführt worden sei im Juli in der Würzburger Waldorfschule ein Schulprojekt der Gesellschaft zur Einführung in das Judentum, so Grimm weiter. Es umfasste einen Einführungsvortrag, einen Besuch der Synagoge und des neuen Gemeindezentrums „Shalom Europa”, Gesräche mit jüdischen Jugendlichen, Informationen über die Situation der Gemeinde sowie einen Besuch des jüdischen Friedhofs. Geplant sei, dieses Projekt künftig jedes Jahr mit einer anderen Schule durchzuführen. „Ich habe generell den Eindruck, dass junge Menschen zunehmend Interesse an Themen im Zusammenhang mit dem Judentum haben...” „Ein großer Erfolg” gewesen sei die Ausstellung „Die Bibel, - wie Juden sie lesen!, die v on rund 1400 Personen besucht wurde und bei der mindestens 40 Fühungen erkundet werden konnte. Den Gesellschaftsmitgliedern sei diese Ausstellung mit zu verdanken, erklärte die Geschäftsführerin. „Nicht nur, weil wir einen Großteil der Kosten getragen haben”, sondern „insbesodnere auch durch den großen Einsatz der ehrenamtlichen Wächter der Ausstellung und dere Synagogenführer”.

 
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