Medienecho
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Medienecho - 2007 - zurück
Mainpost, 5. Dez. 2007: Schutzhaft für jüdische Anwälte.
Bei einer Veranstaltung im neuen jüdischen Gemeindezentrum „Shalom Europa“ sprach der Münchener Historiker Reinhard Weber über das Thema „Anwalt ohne Recht – zum Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Bayern nach 1933 und legte einen besonderen Akzent auf die Rechtsanwälte in Würzburg..
180 Zuhörer, darunter viele jüngere Juristen und Historiker, waren zu der Veranstaltung gekommen. Ergänzt wunden Webers Ausführungen durch die Lesung von einschlägigen Gesetzestexten und Zeitungsberichten. Eingeladen hatten neben dem Jüdischen Dokumentationszentrum das Landgericht, die Staatsanwaltschaft und der Anwaltsverein.
Der Vortrag Webers liess erkennen, dass das Parteiprogramm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), dass die Entfernung aller „rassefremden“ Juristen aus dem deutschen Rechtsleben forderte, nach der Machtergreifung 1933 unverzüglich umgesetzt wurde...
In Würzburg verlor innerhalb wenige Tage der auch als Stadtrat bedeutende Bruno Stern sämtliche Vertretungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften und stand damals geschäftlich vor dem Nichts. Karl Rosenthal wurde unter haltlosen Vorwänden in „Schutzhaft“ genommen, weil er es gewagt hatte, die Verteidigung eines der Gestapo und der örtlichen Parteiführung besonders missliebigen jüdischen Angeklagten zu übernehmen...
Der Vortrag berichtete auch über die grossen Schwierigkeiten, die jüdische Juristen aus Bayern in den Ländern ihrer Emigration hatten, weil ihre deutschen Examina dort nichts galten…
Mainpost, 28. Nov 2007: Nie wieder wegschauen - Gedenken an die erste Deportation jüdischer Mitbürger
Jüdische Zeitung, August 2007: Jüdisches Leben in Bayern seit 1945 – Würzburger Ausstellung würdigt auch das Wirken von Senator Simon Snopkowski s.A.
Main-Post, 4. Juli 2007: Israelis zu Besuch im Landkreis:
Zehn Jahre Partnerschaft mit Mateh Jehuda
Berichte über den Besuch einer Delegation aus dem israelischen Landkreis Mateh Jehuda bei dem Partner-Landkreis Würzburg
Readers Edition Print 21.06.2007 (www.readers-edition.de): „Juedischkeit-leben“
Bei all den Zwistigkeiten rund um verschiedene Glaubensrichtungen, Kulturen und Meinungen, scheint es an dieser Stelle geradezu wohltuend, den Blick auch einmal auf Aktivitäten zu richten, die zu Kommunikation, Austausch und damit zum besseren Verständnis füreinander einladen.
Hierfür muss der geneigte Leser sein Augenmerk lediglich in die unterfränkische Universitätsstadt Würzburg lenken. Denn dort ist der Sitz des Gemeinde- und Kulturzentrum “Shalom Europa” - ein Haus mit weit geöffneten Türen
Main-Post 22. Mai 2007: Fränkischer Stein auf polnischer Erde
Zum ersten Mal gibt es ein dauerhaftes Gedenken an die ermordeten fränkischen Juden an der Stätte ihrer Deportation. Ermöglicht hat dies eine private Initiative aus Franken.
Weit zieh sich die Staatsstraße Nummer 17 durch den Osten Polens. Nahe der ukrainischen Grenze, auf der Route zwischen dem polnischen Lublin und dem ukrainischen Lwiw, passiert sie auch die Ortschaft Izbica. Das einstige jüdische „Schtetl“ wurde Anfang 1942 im Zuge der „Aktion Reinhard“ von der SS kurzerhand zum Durchgangslager für den Weg in die Vernichtung gemacht. Für Franken und besonders für Unterfranken von besonderer Bedeutung: Hierher und ins benachbarte Lager Krasniczyn wurde ein großer Teil aller fränkischen Juden verschleppt. In der Lubliner Gegend starben 82 Prozent der mainfränkischen Juden, darunter 82 Prozent der jüdischen Bürger Kitzingens. Wer heute auf der Staatsstraße 17 aus Richtung Lublin nach Izbica fährt, dem fällt gleich nach dem Ortseingang ein schlanker Naturstein auf. Vor dem schlichten Block stehen frische Blumen. Eine Tafel trägt in vier Sprachen die Aufschrift: „Im Gedenken an die jüdischen Opfer des Holocaust. Gewidmet von Gemeinden in Franken“...
Die Idee hatte Elmar Schwinger, Historiker aus Wiesenbronn (Lkr. Kitzingen). Bei seinen Nachforschungen zum Schicksal der Kitzinger Juden war er nach Izbica gekommen, wo noch vor kurzem die Erinnerung an die Deportationen weitgehend verschüttet war...Vom 9. bis 14. Mai reiste eine 80-köpfinge Delegation aus Franken nach Polen – dabei Kommunalpolitiker sowie 26 Schüler des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld (Lkr. Miltenberg), des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach (Lkr. Kitzingen) und des Friedrich-Koenig-Gymnasiums Würzburg....
Schüler der Maria-Konopnicka-Schule aus Izbica gestalteten die Einweihung mit Gedichtvorträgen aktiv mit – ebenso wie ihre Schüler-„Kollegen“ aus Deutschland. Albrecht Fürst zu Castell-Castell, der sich seit langem für die Aussöhnung mit dem jüdischen Volk engagiert, spracht für die Generation derjenigen, die das NS-Regime bewußt miterlebt haben: „Geschickter und hinterhältiger Propaganda war es gelungen, die unser Tun und Verhalten regulierende Kraft des Gewissens zu verschalten und wirkungslos zu machen“...
Main-Post, 7. Mai 2007: Vorbild an Weltoffenheit und Toleranz
Vor Gästen aus Politik und Schulbehörden verlieh Anton Schmid, Ministerialdirigent im Bayerischen Kultusministerium am Freitag der bisherigen „Wü III“ in der Sandbergerstraße die Urkunde für ihren neuen Namen: David-Schuster-Realschule. Unterschrieben hat sie Kultusminister Siegfried Schneider.
Vor dreieinhalb Jahren gegründet, hat die staatliche Realschule heute 600 Schüler aus 16 Nationen. „Eine Schule muß herausfinden, wer sie ist und was zu ihr paßt“, beschrieb Schulleiterin Eva-Maria Borns den Weg zur Namensfindung. In einem demokratischen Prozeß haben Schüler, Lehrer und Eltern schließlich entschieden.
David Schuster, geboren 1910, gestorben 1999, sei ein Vorbild in Toleranz, Weltoffenheit und Versöhnung gewesen, bestätigten viele Ehrengäste...Der Festredner Dr. Roland Flade, Historiker und Main-Post-Redakteur, zeichnete die Lebensgeschichte des Mannes nach, der...sich nicht einmal durch KZ-Internierungen hat unterkriegen lassen. Nur durch den rechtzeitigen Verkaufs des elterlichen Hotels in Bad Brückenau an die Nazis sicherte er seiner Familie die Ausreise nach Palästina und schützte damit ihr Leben vor dem Hitler-Terror.
Schuster erhielt nach dem Krieg das elterliche Erbe zurück und ließ sich erneut in Würzburg nieder. Hier wurde er 1958 Vorsitzender der damals recht kleinen jüdischen Kultusgemeinde, die später zu neuer Blüte gelangte. Heute ist sein Sohn Josef Schuster Vorsitzender...
Frankenland, Heft 1, Februar 2007:
Schwerpunktmäßig sind in diesem Heft dem Thema „Jüdisches Leben in Franken“ gewidmet. Anlass bietet die Einweihung von Shalom Europa. Das Projekt wird mit einem Aufsatz von Christina Berghausen „Shalom Europa – das neue jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum in Würzburg beschrieben. Andere Aufsätze stammen von Christoph Daxelmüller (Betteljuden, Händler, Wirtschaftspione), Siegfried  Pokorny (Der Lebensweg des jüdischen Schülers Gerd Aptekmann), Karin Dengler-Schreiber („Stolpersteine“) und Julia Hecht (Franconia Judaica. Juden in Franken 1906 bis heute)
Kolping Mainfranken. 16. 2. 2007 - Shalom Europa
... Unter sachkundiger Führung besuchten die Abteilungsleiter die Synagoge und das Kulturzentrum, in dem sich das neue Museum befindet. Dieses Museum hat eine einzigartige Zielsetzung: Es geht um eine Darstellung des traditionellen Lebens in all einen maßgeblichen Einzelheiten. Es lädt jeden ein, jüdische Grundwerte kennen zul lernen. Kolping Mainfranken hat Verbindung zu den jüdischen Bewohnern der Stadt, da viele Einwanderer an Deutschkursen der Kolping-Akademie Würzburg teilnehmen.
Main-Post, 8. Januar 2007: Jüdisches Museum als „Ort des Lernens”
Die Würzburger Museumslandschaft ist um ein Schmuckstück reicher: Das Museum im neuen jüdischen Gemeindezentrum Shalom Europa präsentiert Besuchern das traditionelle jüdische Leben im 21. Jahrhundert...
 
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