Jüdische Fest - und Fasttage (Jüdischer Kalender)

Jom haSchoah - der Gedenktag an die Schoah
1951 beschloss die Knesset, den 27. Nissan zum Jom haSchoah zu erklären, zu einem Tag, an dem man an die Schoah erinnert. Die Schwierigkeiten bei der Einführung eines solchen Tages waren nicht unbeträchtlich, seine rasche Annahme in den Gemeinden auch außerhalb Israels legen jedoch Zeugnis davon ab, dass ein solch spezieller Tag sinnvoll ist.

Schwierig war seine Einführung, weil das israelische Oberrabbinat zunächst gegen einen speziellen Gedenktag für die Opfer der Schoah war; jedoch nur, weil es schon einen Tag gab, an dem man sich traditionell an die größten Katastrophen des Judentums erinnert: Tischa beAv, der achte Tag des Monats Av. So entstand, zunächst nur durch politischen Willen und dem tiefen Bedürfnis der Überlebenden und Angehörigen, eine breite Unterstützerschaft. Sie war so breit, dass das Oberrabbinat einlenkte und als geeigneten Termin den 27. des Monats Nissan festlegte. Viele Überlebende sahen den 15. Nissan als möglichen Termin. Den Tag, an dem der Aufstand im Warschauer Ghetto begann. Weil dieser jedoch auf den Abend des zweiten Pessachtages fällt, erschien das kein geeignetes Datum zu sein. Der 27. folgt dem Pessachfest mit einigen Tagen Abstand und fällt dennoch in die Zeit des Aufstandes im Ghetto.

Bisher gibt es für diesen Tag keine allgemein akzeptierte Ordnung der Gebete (wie etwa für Jom HaAtzmaut); viele Gemeinden lesen deshalb Texte über die Schoah zusammen mit einem El Malej Rachamim für die Opfer der Schoah.

Ein mögliches Gebet für den Jom haSchoah ist eine Variante des Kaddisch, wie sie die Rabbinical Assembly der United Synagogue of Conservative Judaism im Siddur Sim Schalom veröffentlicht hat.

 
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