Jüdische Fest - und Fasttage (Jüdischer Kalender)

Rosch haSchanah
Wenn der Sommer des Lebens sich dem Herbst zuneigt, wenn der Höhepunkt der Kraft überschritten ist, an dem einem alles noch als selbstverständlich vorgekommen war, wenn erste Widersprüche zwischen Wollen und Können auftreten, dann fängt man an unsicher zu werden, an seiner bisherigen Situation zu zweifeln, eine Krise des Selbstverständnisses ist möglich.Es wird notwendig sich zu besinnen, wie man den Weg weiter gehen will, denn die Lebensernte ist noch lang nicht eingebracht.
An diesem Zeitpunkt sind wir angekommen, wenn der jüdische Monat Elul begonnen hat, der sechste Monat des im Frühjahr beginnenden Monatskreises, der nicht nur den Entwicklungsgang der Natur, zugleich den Weg Israels, sondern auch jedes Menschen wiedergibt.
Nachdem Israel in der Wüste den Irrweg des goldenen Kalbes gegangen war und sich dadurch an den Abgrund der Vernichtung gebracht hatte, war es von Mosche zur Besinnung gebracht worden.
Eine 40-tägige Neuorientierung setzte ein, eine innere Umkehr, in der das Volk zu seiner Bestimmung zurückkehrte. Dies war die Grundlage, mit der Israel im Gericht G'ttes vor Ihm bestehen konnte, die Voraussetzung für die Versöhnung mit G'tt.
In seiner Versöhnung begründete G'tt Seinen Bund mit Israel.
Diese 40 Tage bis hin zum Tag der Versöhnung werden seither als Tage der Buße und Umkehr angesehen. In vielen Gegenden stehen die Menschen in diesen Tagen in den frühen Morgenstunden auf und versammeln sich zu Bußgebeten, den Slichot, deren Kern das Sündengebet (Widduj) und das gemeinsame Aussprechen der 13 Eigenschaften G'ttes (Schlosch eßre Middoth) ist.
 
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