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Kulturmedaille für Reiner Strätz
 
Mit der Kulturmedaille 2009 der Stadt Würzburg ist Reiner Strätz, der Verfasser des 1989 in zwei Bänden veröffentlichten zweibändigen Werkes „Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945“. Oberbürgermeister Georg Rosenthal würdigte bei dieser Gelegenheit die akribische Arbeit und das eindruckvolle Engagement gegen das Vergessen deportierter und ermordeter jüdischer Bürger in Wüzburg. Initiatoren des Handbuchs waren seinerzeit die Stadt Würzburg und die Israelitische Gemeinde Würzburg gewesen. Das Konzept war von dem aus Würzburg stammenden Professor Dr. Herbert Strauss s.A. entwickelt worden. Die jetzige Ehrung ging auf eine Anregung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unteerfranken e.V. zurück. Das Handbuch hat sich von Anfang an zu einem wichtigen und vorher nicht vorhandenen Denkmal für eine ganze Würzburger Bevölkerungsgruppe entwickelt, die unter dem nationalsozialistischen  Regime  entweder  zur  
Auswanderung gezwungen oder, soweit das nicht mehr gelang, ermordet wurde. Der „Strätz“ist eine hilfreiche und unverzichtbare Quelle für jeden, der sich mit der Geschichte Würzburger Juden beschäftigt. Er  war u.a. auch Grundlage für die im Museum Shalom Europa gezeigten Tafeln zum Gedenken an die ermordeten Würzburger Juden. Bei der laufenden Aktion Stolpersteine dient er der Erforschung der biographischen Daten derjenigen, für die in der Stadt Stolpersteine gesetzt werden.  (November 2009)
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