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Nach 36 Jahren wieder in Würzburg
Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland traf sich zu einer Tagung in Würzburg
 
  ORD – Jeder,der das Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken betrat, konnte es sehen, die Gemeinde freute sich auf den Besuch der Mitglieder der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland. Von Dienstag, dem 4. Mai bis Mittwoch, dem 05. Mai 2010 trafen sich fast alle Mitglieder der ORD in Würzburg zu einer Tagung. Das Thema dieser Tagung war „Nachweis der Jüdischkeit“.
In Zusammenarbeit mit der World Zionist Organisation – Abteilung für die Unterstützung der jüdischen Gemeinden in der Diaspora – ist es der ORD gelungen, einen der hochkarätigsten Persönlich- keiten aus Israel nach Würzburg einzuladen. Rabbiner S. Dichowski, Vorsitzender der Beit Din Tel-Aviv a.D. – Vorsitzender des Obersten Jüdischen Gerichtshof in Israel a.D., konnte durch seine besondere Art des Vortrages alle Anwesenden in seinen Bann ziehen. Mit klaren Worten beschrieb Rabbiner Dichowski die Möglichkeiten und Entscheidungen. Selbst zu aktuellen Themen aus der Wissenschaft fand er Worte, deren Basis bereits in den Schriften unserer Weisen sel.A. zu finden sind.
Rabbiner Langnas, Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, berichtete in einem packenden Vortrag über die Hintergründe der ideologischen Auseinandersetzung zwischen dem Würzburger Raw, Rabbiner Bamberger, und Rabbiner Hirsch über die Legitimität der Austrittsgemeinden, im 19. und 20. Jhd.
Zur Eröffnung der Tagung begrüßte Rabbiner Avichai Apel, Vorstandsmitglied der ORD, alle Anwesenden und bedankte sich bei Itzchak Stieglitz, Abteilungsleiter der WZO, für die Unterstützung bei dieser Tagung. Einen besonderen Dank sprach er auch seinem Kollegen Rabbiner Jaakob Ebert aus, der als Rabbiner der Gemeinde Würzburg Gastgeber war und alle Organisatorischen Vorbereitungen vor Ort übernahm.
  Seine besondere Freude drückteauch Dr. Josef Schuster, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken – Mitglied im Präsidium des Zentralrat der Juden in Deutschland, bei seiner Begrüßung aus. „Nach 36 Jahren tagt wieder eine Rabbinerkonferenz
in Würzburg. Während damals nur wenige Rabbiner in Deutschland tätig waren, haben heute
fast 30 Rabbiner den Weg nach Würzburg gefunden.“ Auch in seiner neuen Funktion als Kultusdezernent des Zentralrat war es für ihn ein gutes Gefühl, im Kreise solch vieler Rabbiner sich zu befinden. „In der Hoffnung“, betonte Dr. Schuster„ noch an vielen Konferen zen und Seminaren der ORD teilnehmen zu dürfen“, wünschte er den Anwesenden eine erfolgreiche Tagung.
 
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